CD-Tipp Mai 2011 – In Extremo – Sterneneisen
6. Mai 2011 von Anne S.

Konsequenter als je zuvor verbindet In Extremo in ihrem neuesten Album „Sterneneisen“ harten Rock mit mittelalterlichen Themen. Trumscheit, Marktsackpfeife, Schalmei und Drehleier sind ein Auszug aus dem mittelalterlichen Instrumentarium welches die siebenköpfige Band auffährt und mit großer Virtuosität spielt. Unterstützung bekamen sie diesmal aus zwei Richtungen. Zum einen kam der Kopf der Trash-Metalband Kreator Mille Petrozza und sang für den Song „Unsichtbar“ gemeinsam mit In-Ex-Frontmann Micha Rhein den voluminösen Refrain sowie solo einzelne Strophenzeilen. Zum anderen gab sich „Der Graf“ von der Band Unheilig für den Song „Hol die Sterne“ die Ehre. Auf der Platte einer anderen Band habe er noch nie zuvor gesungen, wie er selbst bemerkte. Für In Extremo gab es die Premiere und er sang eine komplette Strophe sowie den Chorus zusammen mit Rhein. Die Songs reichen in ihrem Klang von hartem Rock mit metallischen Drums, über Titel mit Folk-Touch bis hin zum balladigen „Schau zum Mond“. In „Siehst du das Licht“ sowie in „Hol die Sterne“ findet man eingängige Chorusse mit Refrains die sofort ins Ohr gehen. Bei diesen passagenweise sehr harmonisch gesungenen Songs erkennt man auch die Fortschritte, weg vom fast ausschließlichen „röhren“, die man Frontmann Michael Rhein bescheinigen muss. Aber auch Partyfreaks kommen voll auf ihre Kosten mit der beispielsweise dafür perfekten Nummer „Viva la vida“. Auch im Titelsong „Sterneneisen“ schmettert Rhein nicht umsonst „Wir sind laut und nicht die Leisen“. Alles in allem ein sehr gelungenes Album welches nicht nur In-Ex-Fans ausdrücklich zu empfehlen ist sondern der Band auch viele neue Anhänger bescheren könnte.



